Kalte Dusche gefällig?

Den Tag mit einer kalten Dusche zu beginnen macht aus mehreren Gründen Sinn. Das kalte Wasser wirkt belebend, die Durchblutung wird angeregt und durch die tiefere Atmung strömt mehr Sauerstoff in deinen Körper. Der erhöhte Pulsschlag sorgt für eine bessere Durchblutung deiner Organe.

Langfristig hält die kalte Dusche auch dein Immunsystem in Schuss, denn Naturreize wirken stimulierend. Wer im Gegenzug stets bei 22° zuhause sitzt, wird hingegen oftmals mit einem überforderten Immunsystem zu kämpfen haben.

Richtige Anwendung

Solltest du extrem empfindlich sein, macht es Sinn, mit lauwarmem Wasser zu beginnen und langsam die Temperatur zu vermindern.

Um den Kreislauf nicht schlagartig zu überfordern, sollte zuerst das rechte Bein, dann das linke mit kaltem Wasser abgeduscht werden und anschließend in dieser Reihenfolge die Arme.

Anschließend kann der ganze Körper mit kaltem Wasser abgeduscht werden, sollte durch die Kälte ein Schmerz einsetzen -> raus aus der Dusche, abtrocknen, rein in die Kleidung..

Wie dir die kalte Dusche zu einem aktiven Lebensstil verhilft

Für mich gehört die eiskalte Dusche zum morgendlichen Aufstehritual. Nicht weil es mir wahnsinnig Spaß macht, ehrlich gesagt denke ich mir meistens etwas in der Richtung: „Warum zur Hölle mach ich diesen ******?!?“ DOCH, immer wenn ich mich abgetrocknet habe, bin ich hellwach und starte aktiv und gut gelaunt in den Tag.

Genau diese Lektion hat mir im Leben schon oft weitergeholfen. Viele Dinge sind auf den ersten Blick unbequem, wenn man die Komfortzone verlässt und trotzdem aktiv wird, sind die Folgen meistens extrem positiv.

Also, wenn du das nächste Mal deinen Trainingsplan ignorieren willst, sei kein Warmduscher. 😉

 

Knieschmerzen (Runner’s Knee)

Beim Laufen ist das Kniegelenk bei jedem Schritt bis zu 300 Kilogramm Belastungsgewicht ausgesetzt.1 Bei großen Distanzen, oder ungewöhnlichen Belastungen sind die Kniegelenke daher anfällig für Verletzungen.

Das Kniegelenk funktioniert dank einem komplexen Zusammenspiel aus Bändern, Menisken, Kniescheibe, Knochen und Sehnen, dementsprechend viele Möglichkeiten für schmerzhafte Verletzungen ergeben sich daraus. Die häufigste Verletzung ist das sogenannte Runner‘s Knee (Iliotibialband-Syndrom)

Symptome:

Üblicherweise klagen Betroffene über Schmerzen an der Außenseite des Kniegelenks, die sich zuerst beim Laufen und in weiterer Folge auch beim Gehen bemerkbar machen.2

Ursache:

Ist die Rumpfmuskulatur unterentwickelt, oder einseitig schwächer ausgebildet, kann das Becken auf einer Seite absinken, wodurch die Belastung auf dieser Seite stärker auf das Kniegelenk einwirkt.3

Behandlung:

Halten die Schmerzen länger an, oder treten auch bei alltäglichen Bewegungen auf, ist ein Besuch beim Arzt angebracht.

Ratsam ist es auch, das Training einzustellen wenn nachhaltige Schmerzen auftreten. In einigen Fällen berichten Sportler, dass durch eine Stabilisierung mittels Tape oder Kniebandagen das Gelenk erfolgreich entlastet werden konnte und sie dadurch schmerzfrei trainieren konnten.

Vorbeugung:

Trainiere deine Rumpf und Hüftmuskulatur, dadurch wird dein Körper stabilisiert. Achte beim Laufen auf eine stabile Körperhaltung und darauf, dass die Kniegelenke nicht nach außen gedreht sind.

Quellenverweise:
¹ Sascha Wingenfeld, Das runtastic Laufbuch, München 2015, S. 141.
² Der Tagesspiegel, Wunderwerk mit Haken, 20.9.2005, [http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/gesundheit/wunderwerk-mit-haken/643544.html], eingesehen am 5.9.2015.
³ Michael Boyle, Fortschritte im functional Training, München 2012, S. 53.